Nach der erfolgreichen graphic novel „Moise mein Freund“ (2024) erscheint nun das zweite Buch mit den unverwechselbaren Zeichnungen und Texten von Florin Moise. Es ist zugleich ein Geschenk zum 80. Geburtstag von Pater Georg, der mit den von ihm initiierten Sozialprojekten in Rumänien Kindern wie Moise neue Hoffnung gegeben hat.
Das Buch hat eine berührende Geschichte: Moise landete nach der Fertigstellung des ersten Bandes wieder auf der Straße. Nach mehreren Wochen kam er krank zurück nach Marpod, in die Gemeinschaft von Elijah. Sein Zustand war schlecht. Um ihn zu beschäftigen, bekam er die Aufgabe, jeden Tag zwei Zeichnungen herzustellen. Es war die einzige Tätigkeit, die ihm Freude bereitete. Von Anfang an hatte Moise die Vorstellung, seinem Buch ein weiteres folgen zu lassen: „Volum doi“ – „zweiter Band“ – nannte er es. Dennoch war zu Beginn nicht abzusehen, dass die losen Zeichnungen tatsächlich zu einem neuen Ganzen führen würden. Während Moise zeichnete, entstand die Idee zu einem Geburtstagsgeschenk für Pater Georg.
Im ersten Band stand das abenteuerliche Leben von Moise im Mittelpunkt; das neue Buch beschreibt den gemeinsamen Weg von Moise und Pater Georg vom ersten Kennenlernen bis heute, über einen Zeitraum von 35 Jahren. Es ist die Geschichte eines jungen Sozialarbeiters aus Österreich, der nach Rumänien kommt, um das Elend der Straßenkinder zu lindern. Am Nordbahnhof von Bukarest begegnet er Moise, der ihn die Kanalisation hinabführt, wo hunderte aus Heimen geflüchtete Kinder leben. Moise wird Pater Georg bei seinen großen Sozialprojekten begleiten, immer wieder ausbrechen und zurückkehren, Schutz suchen und sich erneut auf den Weg machen.
Moises Blick ist auch in seinem zweiten Buch unverwechselbar und unmittelbar, die Geschichten, die er erzählt, sind tragisch und humorvoll, zeugen von Verzweiflung und Lebenslust – und von der Notwendigkeit zu helfen.
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